Obsthandel einst und heute
Gebr. Höller Hölzl

Damals
Noch während des 2. Weltkrieges konnte man in Südtirol das wachsende Potenzial des Apfelanbaus erkennen. Dies veranlasste die Familie Höller- Hölzl dazu, in den frühen Nachkriegsjahren auf der Hofstelle in der Terlaner Kirchgasse angrenzende Obstgärten zu roden um dort ein Lagerhaus für selbst produzierte Apfel und Birnen zu erbauen.
Auf ca. 300qm Grundfläche auf je drei Etagen wurden nun Apfel und Birnen eingelagert, sortiert, verpackt und verkauft. Logistische Engpässe führten im Jahr 1964 dazu, dass die Aktivität in der Kirchgasse aufgegeben wurde und ein größeres, moderneres Obstmagazin in der Terlaner Bahnhofstrasse errichtet wurde. Der neue Standort ermöglichte es größere Mengen an Obst unter technisch optimaleren Bedingungen einzulagern.
Die strategisch günstige Lage in Bahnhofsnähe machte es zudem auch möglich ein Stumpfgleis an das Magazin zu führen und den Abtransport des verkauften Obstes mit dem Zug zu vollziehen. Bald konnten die Gebrüder eine Vielzahl von Obstlieferanten zu Ihrem Obsthandel zählen. Der Sortenspiegel jener Zeit unterschied sich deutlich von den Heutigen. Gravensteiner, Weißer Rosmarin, Wintercalville auch Zarenapfel genannt, Kalterer, Meraner Edelböhmer und Goldpromäne und Kaiser Alexander Birne zählten damals zum Sortiment.
Heute
Im Jahr 2007 wurde der Privathandel der Gebrüder Höller Hölzl eingestellt und unser Betrieb wurde in die damalige Terlaner Obstgenossenschaft eingegliedert. Nach einer Fusion mit den Gemeinden Nals, Vilpian, und Bozen Gries nennt sich diese Erzeugergenossenschaft nun Frubona OGT mit mehreren Standorten rund um Terlan.
Auch unser Betrieb erfuhr teilweise Erneuerungen hauptsächlich im Hinblick auf Sortenerneuerungen und aktiven Hagelschutz durch Errichtung von Hagelschutznetzen.

